Aktuelle Forschung ::

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Aktuelle STXBP1 Forschung

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Aktuelle Forschungen um einen Verlust des STXBP1 Proteins zu korrigieren

Forscher versuchen den Verlust des STXBP1 Proteins, verursacht durch eine STXBP1 Gen Mutation, zu korrigieren. Sie forschen auf der Ebene der DNA, der RNA oder der Protein Ebene.

Hier mehr Info (auf Englisch): Aktuelle Forschungen.

Aktuelle Forschungen:

Baylor College of Medicine / Texas Children's Hospital

Das Labor von Dr. Mingshan Xue untersucht das Verhältnis zwischen synaptischer Erregung und Hemmung im Gehirn von Mausmodellen mit STXBP1-Enzephalopathie in der Großhirnrinde. Es wird versucht herauszufinden, warum ein Mangel an STXBP1 Protein zu Krampfanfällen, Verhaltensstörungen und kognitiven Defiziten führt.

Nemametrix / IN Vivo Biosysteme

Chris Hopkins forscht an humanisierten Würmern und Zebrafischen, um die Pathogenität bestimmter genetischer Varianten und die Beziehung zum Phänotyp, wie zum Beispiel von stxbp1, zu untersuchen.

VU organisierte Klinik-Tage

Das "Department of Functional Genomics" am "Centre for Neurogenomics and Cognitive Research" an der "Vrije Universiteit" und am "Amsterdam University Medical Centre" führt "Clinic Days" durch. STXBP1 Patienten und deren Familien können sich gegenseitig kennenlernen und mehr über STXBP1 und die Forschung der VU erfahren. Es werden detaillierte klinische Profile und EEGs der Patienten erstellt. Ziel ist es gemeinsame und nicht‐gemeinsame Symptome der STXBP1 Patienten zu erstellen. Diese Erkenntnisse werden mit Studien an Tier− und Zellmodellen für STXBP1-Enzephalopathie verknüpft. Die VU arbeitet mit "Filadelfia", dem Dänischen Epilepsiezentrum, und mit dem "Sørensen‐Labor" an der Universität in Kopenhagen zusammen.
Das Labor von Dr. Verhage hat Modellsysteme für Mäuse und menschliche Neuronen entwickelt. Sie untersuchen das Ungleichgewicht von Erregung und Hemmung bei der STXBP1-Störungen. Um spezifische Patientenphänotypen und genetische Patientenprofile zu untersuchen verwenden sie induzierte pluripotente Stammzellen, iPSC-Zellen. IPSCs werden aus Haut oder Blut gewonnen, die von STXBP1 Patienten und Familienmitgliedern gespendet werden.

Universität von GenoVa & INSTITUTO G. GASLINI

Dr. Federico Zara und Dr. Pasquale Striano am "IRCCS Istituto Giannina Gaslini" und der Universität Genua erforschen einen genetischen Therapieansatz namens SINEUPs für STXBP1-Störungen. Ganna Balagura aus Genua untersucht ebenfalls zusammen mit Professor Verhage (VU Amsterdam) SINEUPs an menschlichen Gehirnzellen. STXBP1-Sineups erhöhen die stxbp1-Proteinkonzentration um 50 % sowohl in gesunden Nicht-Hirnzellen als auch in gesunden menschlichen Neuronen.

Universität Oslo Zentrum für Molekulare Medizin Norwegen

Dr. Esquerra - University of Oslo - und ihre Gruppe verwenden den Zebrafisch als Modell, um die Gehirnfunktion zu untersuchen und epileptische Anfälle zu verstehen. Das Esquerra‐Labor versucht, die Mechanismen der Anfallserzeugung, Epileptogenese und Behandlungsresistenz zu verstehen. Sie untersuchen die Funktion neuer krankheitsassoziierter Genvarianten, die an Epilepsien beteiligt sind. Ein Projekt im Labor von Dr. Esquerra ist die Identifizierung kleiner Moleküle, die die STXBP1-Funktion in einem Zebrafisch-Modell retten können.

Universität von Pennsylvania Perelman School of Medicine

Dr. Benjamin Prosser ist Elternteil eines Kindes mit einer STXBP1‐Störung. Er arbeitet mit Dr. Beverly Davidson und Dr. Helbig, beide CHOP, zusammen. Gemeinsam arbeiten sie an neuen genetischen Therapien für STXBP1-Erkrankungen. Sie verwenden Anti-Sense-Oligonukleotiden (ASOs) zur Korrektur von Defiziten in der STXBP1-Genexpression. Sie testen vielversprechende Substanzen in iPSCs, die von STXBP1 Patienten generiert wurden. Ben Prossers Forschung über die Verwendung von Anti-Sense-Oligonukleotiden (ASOs) und miRNA zur Korrektur von Defiziten in der Stxbp1-Genexpression ist vielversprechend.

Weill Cornell Medizin

Das Labor von Dr. Burré untersucht pathologische Ereignisse an der neuronalen Synapse. Das Burré‐-Labor hat In‐vitro‐Modelle einschließlich iPSC‐Zellmodelle entwickelt, um STXBP1 zu untersuchen. Ihr Labor hat potenzielle Therapiekandidaten identifiziert. "Molekulare Chaperone" stellen die Struktur des STXBP1‐Proteins wieder her. Dise Studie ist ein niedermolekularer Ansatz zur Rettung der Proteinfehlfaltung bei kindlichen epileptischen Enzephalopathien. Für eines dieser kleinen Moleküle, 4-Phenylbutyrat, gibt es eine klinische Pilotstudie. Siehe auch "Breaking News".

Sonstige Forschungen:

ENGIN-Klinik am Kinderkrankenhaus von Philadephia (CHoP)

ENGIN − Epilepsy Neurogenetics Initiative − am Children's Hospital of Philadelphia (CHoP) integriert genetische Tests von Kindern mit schweren oder ungeklärten Epilepsien in die Diagnose und Behandlung der Kinder. ENGIN ist eines der größten Zentren weltweit für die Versorgung von Kindern mit STXBP1 Gen Mutationen.

Studie für erwachsene Patienten am Kinderkrankenhaus von Philadelphia und an der Universität von Pennsylvania

Ärzte und Kollegen in Europa führen gemeinsam eine Beobachtungsstudie an Erwachsenen im Alter ab 18 Jahren mit STXBP1 Gen Mutationen durch. Das Ziel der Studie ist es, das gesamte Spektrum der Symptome mit denen Erwachsene mit STXBP1 konfrontiert sind, herauszufinden.

Natural History Studies:

1. Kooperation STXBP1 Foundation mit Ciitizen

Ciitizen ist eine neue STXBP1‐Natural‐History‐Studie. Diese Studie sammelt Krankenakten von mehreren Krankenhäusern und Ärzten, bei denen ein STXBP1 Patient gesehen wurde, um zu erfahren, wie sich eine STXBP1‐Gen Mutation auf das Leben einer Person auswirkt. Diese Informationen können die Forschung beschleunigen. Aber Arzneimittelforscher können nicht auf die Informationen, die sie benötigen, zugreifen. Aber Patienten können ihre Krankenakten entsperren und zur Forschung beitragen. In Amerika werden 150 Teilnehmer bis zum Herbst 2021 rekrutiert. Es handelt sich um eine globale Studie. Aber zurzeit können nur medizinische Aufzeichnungen in englischer Sprache angenommen werden. In der Zukunft werden weitere Sprachen unterstützt werden.

2. Simons Searchlight

Die STXBP1 Foundation hat eine gemeinsame Partnerschaft mit Simons Searchlight und Ciitizen. Simons Searchlight Studie wird von der Simons Foundation finanziert. Simons Searchlight sammelt Informationen über den Verlauf von Patienten mit spezifischen genetischen Veränderungen, die einen Zusammenhang mit neurologischen Entwicklungsstörungen haben, wie z.B. Epilepsie, Entwicklungsverzögerungen und Merkmale von Autismus einschließlich STXBP1.

3. Natural History Study in Deutschland

Auch Deutschland (Dr. Syrbe ‐ Heidelberg) ist in einer Studie involviert und die deutschen STXBP1 Kinder sind in dieser "Natural History Study" aufgenommen worden. Die Studie ist eine Zusammenarbeit zwischen Philadelphia (US), Amsterdam, Dänemark und Deutschland. Eine "Natural History Study" untersucht Symptome und das Fortschreiten der Krankheit durch Beobachtung. Studien zum natürlichen Krankheitsverlauf und andere Projekte sind entscheidend für die Planung erfolgreicher klinischer Studien. Umfragen zum Verständnis der Auswirkungen und Prioritäten von Patienten und Familien sind wichtige Beiträge zur Vorbereitung klinischer Studien.

COMBINEDBrain

Die Duke Universität und COMBINEDBrain haben einen FDA-Zuschuss bekommen, um eine Studie mit einem Instrument zur Messung der Kommunikationsfähigkeit, die sogenannte Observer‐Reported Communication Ability (ORCA)‐Skala, durchzuführen. Die ORCA‐Skala ermöglicht, die grundlegenden Kommunikationsfähigkeiten der SIXBP1 Kinder genauer zu beschreiben. Es können Veränderungen in der Kommunikation während einer klinischen Studie gemessen werden. Die ORCA‐Skala wird in der klinischen STXBP1 4‐Phenylbutyrat‐Studie eingesetzt.
Charlene Son Rigby, die Präsidentin und Mitbegründerin der STXBP1 Foundation, wird so bald wie möglich mit der Implementierung des ORCA in von der STXBP1 Foundation unterstützten klinischen Studien und Natural History Studies beginnen.
Information über ORCA finden Sie hier (Englisch): Observer-Reported Communication Ability (ORCA) Measure