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Basic, Preclinical und Translational Research

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Wichtige Forschungen

In der biomedizinischen Forschung bilden sich drei miteinander verzahnte Forschungsbereiche heraus, die gemeinsam den Weg von der grundlegenden Entdeckung bis zur klinischen Anwendung gestalten. Gemeinsam ermöglichen Basic, Preclinical und Translational Research eine systematische und iterative Entwicklung von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu praktischen medizinischen Lösungen.

Die Grundlagenforschung, auch als Basic Research bekannt, widmet sich dem reinen Verständnis der zentralen Mechanismen biologischer Systeme. Sie zielt darauf ab, die Funktionsweisen von Genen, Proteinen und Zellprozessen zu entschlüsseln und neue Theorien bzw. Hypothesen zu formulieren, ohne dabei unmittelbar eine konkrete therapeutische Anwendung zu verfolgen. Die Erkenntnisse der Grundlagenforschung liefern das fundamentale Wissen, auf dem spätere Ansätze aufbauen können, und schaffen oft neue Fragestellungen, die den Forschungskorridor in Richtung Anwendung erweitern.

Die präklinische Forschung folgt dem Prinzip, aus theoretisch gewonnenem Wissen praktikable und sichere Interventionen abzuleiten. Sie testet Ideen zunächst in kontrollierten, nicht- menschlichen Systemen wie zellbasierten Modellen oder Tiermodellen, um Wirksamkeit, Sicherheit, Dosierung und toxikologische Profiles zu evaluieren. Ziel ist es, robuste Daten zu erzeugen, die eine sichere Weiterentwicklung in den klinischen Raum ermöglichen und den Übergang in erste menschliche Studien, typischerweise in Form von IND-Anträgen oder vergleichbaren Zulassungsverfahren, unterstützen. Die präklinische Phase dient somit als Brücke zwischen der Entdeckung im Labor und der Anwendung am Patienten.

Die Translational Research, oft als "Bench-to-Bedside"-Ansatz beschrieben, fokussiert sich darauf, Mechanismen und Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung gezielt in klinische Anwendungen zu überführen. Sie integriert mehrere Disziplinen und Ebenen – von Proof-of-Concept-Studien über die Entwicklung translationaler Biomarker bis hin zu frühen klinischen Studien und kontinuierlichem Feedback aus der klinischen Praxis in die weitere Laborforschung. Ziel ist es, die Lücke zwischen Laborwissen und klinischer Relevanz zu schließen, Real-World-Faktoren zu berücksichtigen, regulatorische Anforderungen zu adressieren und letztlich neue Therapien schneller und sicherer in die Versorgung von Patientinnen und Patienten zu überführen.